Montag, 2. Januar 2017

Go home 2016, you’re drunk. Hi 2017, nimm dir 'nen Keks.

Das hier ist der grobe Text vom Video, was zeitgleich online gegangen ist. Falls jemand mitlesen oder meine engelsgleiche Stimme ignorieren möchte :D


Einleitung | In 2016 sind vor allem eines: verdammt viele Menschen gestorben. Manche weit weg, manche sehr nah dran. Ganz viele Promis, aber auch Leute, die nicht berühmt-berühmt waren, sondern im eigenen Herzen (und dem anderer auch) berühmt. Wichtige Menschen. Ich? Bin immer noch da.

Um ehrlich zu sein habe ich in manchen Momenten an diesem Fakt gezweifelt - manchmal waren es kurze, dumme Momente - abstruse Gedankenfragmente. Manchmal dehnten sich diese Momente aber auch über Wochen hinweg aus. Keine Angst, wie man sieht, geistere ich immer noch durch Social Media. Ergo (über)lebe ich noch. Dies ist keine Nachricht aus dem Jenseits. Ich würde behaupten, dort gibt es eher schlechtes WiFi.

Es gibt eine Handvoll Leute, die meint, ich sei in den letzten Monaten teils viel zu offen gewesen. Einige sind mir entfolgt, andere sind noch da, sagen aber, einige meiner Tweets beispielsweise würden sich „wie die eines jammernden Emo-Teenies lesen“. Vielleicht mochte es unprofessionell sein, vielleicht ließ ich zu viel an mich ran. Der Grund ist jedenfalls: mir ging es den Großteil von 2016 nicht wirklich gut. Entweder hatte (habe) ich eine Baustelle, oder hatte (habe) direkt mehrere auf einmal. Das strengt an. Das zerreibt ein wenig die Struktur vom Nervenkostüm. Und wenn man vergleichsweise wenige Follower hat wie ich, die man teils auch privat kennen gelernt hat, dann verleitet das zum Offensein. Vor allem, wenn man abseits dessen akribisch darauf geachtet hat, dass nirgendwo der volle Klarname in Kombi mit der eigenen Visage steht, und es einem beruflich oder sonstwie zum Verhängnis werden könnte.

Wenn ihr sowas zwischendurch nicht lesen wollt, dann entfolgt mir bitte. Ich bemühe mich aktuell darum, solche Tweets vorher minimal zu überdenken und wenn möglich mit einer Portion Humor oder Sarkasmus zu versehen - teils auch eindeutig übertreibend zu überzeichnen. Das machen genug andere da draußen auch. Ich denke, das ist manchmal in Ordnung. Ich habe mich eine Zeit lang echt bemüht, aber ich kann Twitter einfach nicht als rein öffentliches „Werbe“medium für meinen mäßig erfolgreichen YouTube-Kanal sehen. Da wird immer mal wieder was Privates mit reinfließen. Das bin einfach ich. Und ich befinde mich weißgott nicht auf einem derartigen öffentlichkeitswirksamen Level, dass ich mich um der PR wegen auf eine bestimmte Art verhalten müsste. Ich habe keinen Manager, sondern meinen eigenen moralischen und verhaltenstechnischen Kompass.

Fakt ist jedenfalls: Wenn man jemanden, oder etwas, oder vielleicht auch einen Teil von sich selbst irgendwie vermisst, dann ist Weihnachten eine surreale Zeit. Dann ist das Jahresende eine surreale Zeit. Auch ohne unwirklich wirkende Nachrichten-Headlines. Weil man dann in einer Bubble lebt, in der man sehr mit sich selbst beschäftigt ist, und innerhalb derer man auch gerne zum Worst-Case-Denken neigt.

Selten habe ich mich an Weihnachten derart unweihnachtlich gefühlt; an Silvester derart unsilvesterhaft. Trotz geschmücktem Baum, trotz Kranz, trotz Deko, trotz des typischen Essens. Trotz der super Menschen um mich herum. Ich habe keine Ahnung, was mein Gehirn und mein Herz mir nun zur Jahreswende so in den Kopf funken. Ich weiß nur, dass ich keine Lust mehr habe, mich davon aus meinem eigenen Kopf verdrängen zu lassen. Und dass Leute den Beginn von etwas Neuem gerne benutzen, um auch sich selbst neu zu erfinden, zu verbessern, Dinge anders zu machen. Meist hört das dann am 7.1. oder so wieder auf. Ich möchte länger durchhalten. Und das auch trotz Phasen, in denen es nicht ganz so gut läuft, langfristig weiter durchziehen. Das bin ich einigen Leuten schuldig. Sonst wäre sehr viel Liebe, Zuneigung, Hilfe und Humor zum richtigen Zeitpunkt immens verschwendet gewesen.

... soviel zum Eingangs-Blob an Gedanken, der mir durch den Kopf ging. Ab jetzt geht es schön ordentlich thematisch untergliedert weiter!


Mittelteil I: Persönliche YouTube-Funfacts, für die ich dankbar bin | Seit März gab es keinen Daumen runter auf irgendeinem meiner Videos. Kaum zu glauben bei dem random Kram, den ich manchmal mache. (Vermutlich wird sich das in exakt diesem Moment ändern weil Vorführeffekt, aber wayne.)
Aus irgendeinem Grund habe ich - trotz unregelmäßigem, wenigem Content - immer noch rund 850 Abonnenten und durchschnittliche Views im immerhin zwei- bis dreistelligen Bereich.
Nach wie vor lerne ich durch YouTube und den dazugehörigen Twitteraccount Leute kennen, die mein Leben bereichern. Und auch totale Psychopathen, aber die werden halt geblockt.


Mittelteil II: Was mir an YouTube aktuell Angst macht | Die drölfzigste Challenge.
Leute, die in Chicken Nuggets und Nutella baden.
Leute, die Reactionvideos zu irgendwas hinrotzen und sogar das Thumbnail des Originals zu 90% übernehmen, um schnellen Content zu produzieren.
Leute, die eigene Videos komplett recyclen und einige Monate später nahezu 1:1 erneut hochladen, um schnellen Content zu produzieren.
Das akkurate Abbild der heutigen Gesellschaft, das sich mittlerweile dort findet, seit YouTube keine Randerscheinung für Katzenvideos und Nerds mehr ist.


Mittelteil III: Was ich gelernt habe, was irgendwie sad ist | Wenn du berufstätig bist und deine Bezugspersonen auch (oder mitten in der Endphase des Studiums), dann habt ihr fast nie wieder Zeit füreinander.
Solange du an jede Chatnachricht ein Emoji knallst, denkt jeder, es geht dir gut.
Die Gesellschaft bietet genug Nährboden für den Erfolg von Menschen, die diese Bezeichnung kaum verdienen, da keines ihrer Ziele ansatzweise human ist. Nur der Deckmantel dieser Ziele.


Mittelteil IV: Was ich gelernt habe, was geil ist | Für jeden, der dich runterzieht, gibt es jemanden, der dich den Everest hochträgt.
Man kann einfach aufhören, Zeit in die Leute zu investieren, die dich wie eine Lawine ständig wieder runterreißen. Dann geht es größtenteils aufwärts.
Auf Erwartungen anderer scheißen befreit. Man kann eh nie alle von jedem erfüllen. (Höchstens die der Leute, die dich bezahlen, sollte in der Regel beachtet werden - außer sie decken sich nicht mit deinem inneren Kompass. Dann orientiere dich um.)


Mittelteil V: Facts, die einfach nur random sind | Ich habe mir Stardew Valley gekauft, nur weil man da einen Alex daten kann.
Wenn ich „Flight of the Bumblebee“ fehlerfrei spiele, kriege ich von jemandem eine Pizza.
In meinem Kühlschrank befinden sich aktuell 10 Energydrinks.
Ich bin vor ca. einem halben Jahr umgezogen und in der Wohnung sieht es immer noch aus wie in einer Studentenbude, obwohl ich in meinem mittlerweile zweiten Vollzeitjob arbeite.
Ich kann nur wenig mit der neuen Nine-Inch-Nails-EP anfangen und das bestürzt mich.
Die meisten Charakternamen aus meinen Werken haben nur eine oder zwei Silben.
Alte Leute, die Smartphones und Tablets entdecken, sind cool und süß.


Mittelteil VI: Acids Idiotenradar | Wenn dir jemand sagt, dass er Angst hat, in echt wärst du 300% hässlicher als auf den 100 Bildern, die er bereits von dir kennt - so sehr, dass er davon täglich Albträume hat - dann ist er ein Idiot.
Wenn dir jemand sagt, dass du scheiße bist und sich dann wundert, dass du keine Herzchenaugen bekommst, dann ist er ein Idiot, der provozieren will.
Wenn dir jemand eine reinwürgen will, nur weil du nicht auf den erstbesten plumpen Anmachspruch reagierst, dann ist er - wir erkennen das Muster - ein hochgradig an Realitätsverlust leidender Idiot.
Es ist nicht meine Aufgabe, die Fantasien und Aufmerksamkeitswünsche von jedem Idioten da draußen zu bedienen. Ich darf meine Zeit schenken wem ich will und wie ich es will.
(Wenn jemandem kein Aufwand zu groß ist, um euch lachen zu sehen, dann ist das übrigens kein Idiot, sondern ein toller Mensch, den ihr zu schätzen wissen solltet. Bonuspunkte wenn er keine Albträume davon hat, dass ihr einen Makel haben könntet.)


Mittelteil VII: Vorsätze | Wohnung: restliche Möbel, eigene Waschmaschine (die im Gemeinschaftskeller ist ranzig), alle Kartons entsorgen, in jedem Zimmer MÜCKENGITTER und LAMPEN anbringen.
Fitter werden und im Zuge dessen abnehmen. 08/15-Standardvorsatz, aber deswegen nicht weniger gut oder nötig.
Graduell meine Haare aufhellen, Schneewittchen gefällt mir nicht mehr.
Nicht mehr jeden Tag Kaffee/Energydrinks, stattdessen sukzessive mehr Grüntee.
Mindestens 1x/Woche bloggen.
Mindestens 12 Bücher lesen.
Monetäre Rücklagen bilden.
Wieder mehr Freunde direkt in Hamburg finden. Wegen Rumhängen und Kino und Pubs und ach.


Fazit | Eine neue Jahreszahl muss gar nichts heißen, aber Menschen führen Neuerungen gerne ein bzw. durch, wenn es einen zeitlichen oder zahlentechnischen Aufhänger gibt. Lasst die Menschen, die dies gerne machen und denen das hilft, in Ruhe, auch wenn ihr meint, es ist Schwachsinn. Sie tun niemandem weh.


... den Laber-Post von Ende 2015 findet ihr übrigens hier (clickedy-click).

Freitag, 30. Dezember 2016

Rockstar Revolt: Der Revoluzzerdrink für Kommerzopfer?


#NeueRockstarSortenHype



Rockstar Revolt: Killer Citrus



Geruch | Riecht extrem zitrussig süß, fast wie Fanta Zitrone. Oder Fanta XXXtreme Zitrone, was weiß ich. Irgendwie sowas.

Geschmack | Diese Sorte verwirrt meine Geschmacksnerven einfach mal nach Strich und Faden. Ich weiß nicht, ob ich gerade süße Limonade oder herbe Zitronenschale schmecke. Es riecht besser, intensiver und vor allem konsequenter, als es schmeckt.

Fazit | Am Ende etwas enttäuschend, denn etwas, das sich selbst als "Killer" deklariert, sollte auch dementsprechend daherkommen. Das hier ist ein sehr gemächlicher, lascher Killer, der nur halbherzig mordet - kein cooler Dexter. Und eine Identitätsstörung hat er auch.



Rockstar Revolt: Killer Cherry



Geruch | Riecht so extrem künstlich nach Kirsche, dass es auf nüchternen Magen nicht zu empfehlen ist.

Geschmack | Schmeckt dieses Mal tatsächlich wie es riecht! Ich weiß, ich habe schon oft den Vergleich zu flüssigen Kirschlollis gezogen und fühle mich ganz dezent unkreativ - aber es stimmt halt. Allerdings ist der hier von all den Kirschlollidrinks der extremste und wird dadurch seinem Namen vollends gerecht.

Fazit | Um Längen besser als die Zitronenversion - die hier weiß immerhin, was sie geschmacklich sein möchte: Der Albtraum eines jeden Menschen, der künstliche, intensive Aromen wie die Pest hasst. Solche Menschen sollten allerdings auch nicht unbedingt Energydrinks konsumieren.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Warum Pendeln weg kann.

Büro | "Bock was trinken zu gehen?" - "Jo - wenn, dann heute, ab morgen habe ich Besuch." - "Passt mir super!" - "Prima!"

Bar | Einen "43 Grad" und einen "Hulk" später liebe ich alles, obwohl Inventur ätzend und mein Knie verletzt ist.

Hauptbahnhof | Überpünktliche 10 Minuten vor Abfahrt meiner Regio stehe ich am Gleis und wundere mich, dass die vorige Regio noch dort steht - extrem verspätet. Irgendwann die Meldung zu meinem Zug auf der Infotafel: "10 Minuten Verspätung". Später dann die Durchsage: "LOL dicker PRANK, eigentlich ist die Strecke komplett gesperrt und der Strom auf den Gleisen abgeschaltet wegen betriebsfremder Person. Have fun, good luck!"

Hauptbahnhof, 10 Gleise weiter | Sämtliche S-Bahnen, die zumindest in die richtige Richtung fahren, stehen auch nur doof herum. Ich setze mich dennoch in eine, denn ich bin minimal angeheitert, verwirrt und friere wie Sau. Sehr viele Ewigkeiten später fährt sie los. Hoffnung macht sich breit.

Bahnhof | Am nächsten S-Bahnhof steht der Zug wieder. Drölf unterschiedliche Ansagen verwirren jeden meiner Mitreisenden. Schließlich steigen alle aus, da die Bahn zum Hauptbahnhof zurückfährt. Der Bahnhof erinnert an ein Festivalgelände, nur mit weniger Bier und mehr schlechter Laune.

Immer noch der selbe Bahnhof | Die nächste S-Bahn fährt ein. Zwei verschiedene Ansagen, die jeweils das Gegenteil behaupten. Auf nichts mehr irgendwas gebend setze ich mich hinein; soll sie mich doch zum Hauptbahnhof zurück bringen - da gibt es wenigstens einen McDonald's. Doch oh Wunder, die Bahn fährt in die eigentliche Richtung. Engelschöre singen im Hintergrund "Mad World".

Busbahnhof, bei den Bussen | Drei Bahnhöfe weiter steige ich aus und blicke auf die Uhr. Ich habe zwei Möglichkeiten: Eine Regio, die weiter in meine Richtung fährt, oder ein GENAU JETZT fahrender Bus, der das gleiche tut, aber sechsmal so lange braucht. Ich habe eine 50:50-Chance und setze alles auf den Bus. Ich renne. Mein Knie hasst mich. Der Bus steht noch da, aber ist so voll, dass ich nicht mehr hineinpasse. Wenige Sekunden später fährt er ab und ich japse wie Darth Vader ohne Asthma-Inhalator. Der nächste Bus fährt in 30 Minuten.

Busbahnhof, bei den Bahnen |
Ich habe keinen Bock auf doof rumstehen und humpele zu den Regio-Gleisen. Die Regio von vorhin habe ich nicht verpasst, denn sie ist bisher noch gar nicht aufgetaucht. An der Infotafel werden "30 Minuten Verspätung" angezeigt, die bereits reelle 45 Minuten sind. Das Raum-Zeit-Gefüge der Bahn ist mir regelmäßig ein Rätsel. Ich beschließe, mein doof rumstehen an diesen Ort zu verlagern, falls in der nächsten halben Stunde die Regio auftauchen sollte.

Busbahnhof, bei den Bussen | Die Regio ist nicht aufgetaucht. Da ich zu erfrieren drohe, humpele ich zurück zu den Bussen. Ein Haufen Menschen steht dort und scheint sich auf einen Kampf auf Leben und Tod vorzubereiten, aka das erfolgreiche Betreten des nächsten Busses. Ich stelle mich dazu und hoffe darauf, nicht totgetrampelt zu werden.
Der Bus kommt.
Ich wühle mich durch mehr Glück als Verstand an fünfter Stelle durch die Tür und lasse mich, fertig mit der Welt, in die hinterste Ecke eines Vierers fallen. Ich bin müde, so unendlich müde. Meine Dusche und mein Bett schreien bis hierhin nach mir; ich kann sie hören.
Eine Frau setzt sich neben mich. "Stört's Sie, wenn ich ein Käsebrot esse?", fragt sie mich mampfend.
"Mich stört gerade gar nichts mehr", erwidere ich gefrustet.
"... ich kann Ihnen auch eins abgeben!", lacht die Frau.
Mir wird wieder warm ums Herz.

Sonntag, 25. Dezember 2016

ok.- Mandarin: Weihnachtlich die Arterien verkalken!


ok.- scheint aktuell gerne neue Sachen rauszuhauen. Wasser gab es ja irgendwie schon immer von der Marke und auch das Bier hatte ich schon hier verwurstet. Aber nun habe ich bereits Coffee to go, Eistee und drölf andere Sachen entdeckt, denen ich mich mal in ihrer Gänze widmen muss! Fürs Erste soll die Weihnachtssorte reichen. (Die gibt es schon etwas länger, ich bin nur immens spät dran mit dem Post :D)




Dose | Silbern mit weißen Schneeflocken. Kühle Winter-Atmo. Passt gut in meine stilisierte Küche mit dunkelgrauen Oberflächen. Vielleicht baue ich aus diversen Dosen eine Pyramide und behaupte, das sei ein hipper Weihnachtsbaum.

Geruch | Dieser typische Joghurt- oder Molkedrinkgeruch. Mit Fantasie ist die Mandarine erriechbar.

Geschmack | Mandarinen-Molkedrink-Limonade mit leicht säuerlichem Abgang. Wirkte zuerst sehr lasch auf mich, wird aber mit jedem Schluck intensiver und leckerer, wie ich finde. Vielleicht habe ich vorher was extrem Süßes gegessen und daher schmeckte der arme Drink erst einmal so neutral wie die Schweiz in meinem Mund...? Ich finde, die Sorte ist eine nette, saisonale Idee und man kann sie bedenkenlos kaufen, wenn man auf Mandarinen steht.

Fazit | Warte 2017 dann auf ok.- "Zimtstern", "Vanillekipferl" und "Nussteller".

Sonntag, 13. November 2016

Nur weil "ok" drauf steht...

... muss noch lange nicht "ok" drin sein.
Das habe ich neulich auf die harte Tour gelernt.

Aber fangen wir zuerst mit etwas Schönem an, und zwar ok.- pink grapefruit! In der knallrosa BarbieGrapefruitdose.




Was soll ich sagen, ich liebe das Zeug.
Es riecht wie Grapefruitsaft und es schmeckt wie eine Kreuzung aus Grapefruitsaft, -limonade und -fruchtbuttermilch. Dabei tritt das typische ok.- Phänomen auf: Weder zu süß noch zu sauer, halt irgendwie durstlöschend und erfrischend. Und das, obwohl man eigentlich nur Zuckerwasser in sich reinkippt. Top!

... so, schade.
Jetzt muss ich zur - meiner Meinung nach - absoluten Schande aller ok.- Sorten kommen: ok.- wildberry.



Was ist eine wilde Beere, fragt ihr euch? Nun, laut Dose "Frucht- und Lavendelgeschmack". Dass eine Beere Obst ist, da wäre ich beinahe selbst drauf gekommen, aber was hat Lavendel da zu suchen? Nach einem kurzen Abscrollen der Zutatenliste mit dem Auge stolpere ich über "Holunderbeersaft" und "Aroma". Damit kann ich etwas anfangen. Wir haben es also mit einem Haufen ganz und gar ungezähmter, leidenschaftlicher Holunderbeere und etwas Lavendelaroma zu tun. Soll Lavendel nicht eher beruhigen...? Egal.

Nach dem ersten Schluck bin ich extrem froh, dass mir der tiefenentspannte Griffin eine Dose mitgebracht hat, obwohl er mich bereits extensiv davor gewarnt hatte. (Nicht nur bin ich lernresistent, sondern ich spare auch noch Geld, während ich meinen Masochismus auslebe! Männer geben die wahnsinnige Summe von einem Euro aus, damit ich mein Gesicht verziehen kann. Ich bin beliebt!)

Die Plörre schmeckt, als würde man auf einem Blumenstrauß herumkauen, der schon eine Woche lang in dem gleichen Wasser in einer Vase herumvegetiert hat. Und der ziemlich angepisst ist deswegen, denn sauer schmeckt der Drink auch noch irgendwie. Erinnert ihr euch an meinen enthusiastischen Teilpost zum Tranquini? In etwa dieses Niveau erreichen wir hier auch, nur halt blumiger im Abgang.

WARUM???

Die Dose ist farblich ansprechend, aber mehr kann ich dazu nicht mehr sagen. Außer: Es wird erträglich, wenn man Erdbeervodka dazu kippt.

Freitag, 28. Oktober 2016

Kein Koffein, aber auch ungesund

Leute.

LEUTE!

Ich muss etwas extrem Geiles aus dem Edeka mit euch teilen. Hier scheiden sich zwar wohl die Geister, denn Podcast-Mitsabbler Griffin findet das Zeug z.B. grauenerregend. Aber ich liebe es so sehr, ich würde es heiraten, hätte es eine feste Form!

Es macht weder wach noch konzentriert, da es im Prinzip Diabetes zum Trinken ist. Und es schmeckt exakt wie es heißt. In beiden Fällen.




... es gibt gottverdammte Bubblegum-Limo! Sie ist blau und schmeckt halt einfach mal genau wie Kaugummi. Als hätte Hubba Bubba Sex mit Wrigley's gehabt. Es ist süß und voller Aroma und einfach nur episch. (Und färbt leider keine Zungen blau - das wäre die Krönung gewesen.)

Ich gebe zu, ein wenig hat danach mein Bauch gedrückt, aber ich hatte weder einen Zuckerschock noch war mein Magen perforiert. Das nächste Mal würde ich glatt mehrere Dosen davon mitnehmen. Whacke Scheiße.

Und dann gibt es da noch...




... Limo mit Icecream-Soda-Geschmack. Zuerst dachte ich: Okay, Acid, was ist bitte generischer "Eiscreme"-Geschmack? Gibt es einfach Eis ohne Sorte, das halt nach Eis schmeckt? Ich befand mich in einer tiefen philosophischen Zwickmühle.
Und dann probierte ich einfach.

Die Limo schmeckt wie ein flüssiges Vanille-Softeis von McDonald's. Es ist so wunderbar und schön und erfüllend, ohne Witz. Ich würde es literweise trinken, würde es nicht auf Dauer mein Gewicht mehr als verdoppeln!

Steht ihr auf abartige und untypische Geschmäcker bei Getränken?

Dienstag, 25. Oktober 2016

Wie müllig ein Arbeitsvertrag sein kann! - Ein Drama in vier Akten

Ich habe auf Twitter über meinen (noch) aktuellen Arbeitsvertrag gemotzt. Es kam interessierte Resonanz. Hier ist die hilfreiche Resonanz auf die interessierte Resonanz!


Akte I und II

... in welchen der Probezeit-Vertrag lückenlos in den Rest über geht, die rechtliche BGB-Grundlage über Kündigungsfristen in der Probezeit komplett ignoriert wird und auch danach eine komplett bescheuerte Kündigungsfrist vorgeschrieben wird.





FYI - das sagt das BGB:



... und genau darum kündige ich zum 14. - einfach weil ich es kann. :D


Akte III und IV

... in welchen du einfach komplett ausgenutzt wirst.




"Sofort es zwingend erforderlich ist blablablaaaaaaaa." - Auf Deutsch: Die möchten dich gerne so lange da festhalten wie es geht, Aufgrund ultra schwammiger Aussagen.
"Du bist der Arsch vom Dienst und kochst immer neuen Kaffee. Heute darfst du nicht gehen, bevor du nicht 50 Liter Kaffee gekocht hast. Neuer Kaffee ist zwingend erforderlich :)"
"Ich kündige!"
"Geht nicht, darfste noch nicht, remember?"
"Möh!"

Nicht vergütete Zeit für Dienstreisen außerhalb der Arbeitszeit ist der größte Asimüll aller Zeiten. Schon morgens um 6 nach Frankfurt? Und spätabends erst wieder kommen? Pech gehabt, kriegst trotzdem nur 8h Regeltag bezahlt, wie es scheint.
... wobei deren eigene Definition von "Arbeitszeit" ja andererseits 24/7 zu sein scheint... hm :D

Ach ja, und Überstunden werden einfach nicht bezahlt. Dein ganzer Tag ist eh eine einzige lange Überstunde, wozu also noch mitzählen? Höhöhö!

Was halten wir davon? Das hier:




27.10.2016 /// Zusatz:

Jemand war so genervt von diesem Asivertrag, dass er extra noch mal was zu der Überstundenklausel herausgesucht hat!



Hier auch noch mal ein schöner Link zu einem Handelsblattartikel:
http://blog.handelsblatt.com/rechtsboard/2012/09/12/neues-vom-bag-zur-pauschalabgeltung-von-uberstunden/

Das noch mal der Vollständigkeit halber.