Mittwoch, 9. September 2015

R-R-Rockstar #06: Super saurer (?) grüner Apfel

Moin meine flauschigen, lieben Rockstars!

Heute Abend wird es wieder wie meine Laune heute größtenteils - sauer. Aber genug von meinen Arbeitswehwehchen, her mit dem koffeinierten Erfrischungsgetränk des Tages. Wir wenden uns den "Super Sours" zu! Irgendwann Anfang letzten Jahres oder so habe ich schon mal Bekanntschaft mit zwei Sorten davon gemacht, aber an den Geschmack kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Von daher frische ich gerne mein Wissen wieder auf.

Willig und vorfreudig schwitzend liegt der saure Apfel auf meinem Bett

Geruchlich schlägt uns eine gewaltige Ladung säuerliches Kaugummi-Odeur entgegen... wie Hubba Bubba Apfel oder so.

Nach dem ersten Schluck wird klar: sauer ist das Ding - aber nur im Abgang, und schon gar nicht "super". Ich finde ihn vom Säuerlichen her nicht sonderlich intensiver als Frozen Lime; ergo sticht diese Sorte hier nicht wirklich hervor.

Wenn dieser Rockstar aber eines bietet, dann ist es Apfelgeschmack! Es ist, als würde man in einen herrlich giftgrünen Apfel beißen - nur um ein Vielfaches süßer und ungesünder. Und ohne Vitamine. Und auch ohne lästige Schale, anstrengendes Kauen und ach, ihr wisst worauf ich hinaus will... vor allem aber ohne Blendi-Aroma. Auch dieses Mal fehlt das gänzlich, und ich bin froh darüber. Ich weiß nicht, wie das andere sehen, aber ich mag meine Äpfel zahnpastafrei.
Gegen Äpfel, die sich mit Kaugummi gepaart haben, habe ich aber kurioserweise nichts.


Aktuelle Rockstar-Charts:

1. Punched (Tropical Guava)
2. Freeze (Frozen Watermelon)
3. XDurance (Blueberry Pomegranate Acai)
4. Super Sours (Green Apple)
5. Freeze (Frozen Lime)
6. Blendi pur (der Normale)

Dienstag, 8. September 2015

R-R-Rockstar #05: Frozen Watermelon

Moin Leute!

Gestern war ein trauriger Tag, denn gestern gab es keinen neuen Blogeintrag von mir. Das liegt daran, dass ich gar zauberhaften Besuch habe, mit dem ich mich abends maßlos beim örtlichen Griechen überfraß. Aber egal. Als Wiedergutmachung zwang ich besagte Person dazu, bei der heutigen, wassermelonigen Verköstigung mitzuwirken! Also: FREEZE! (dramatisch gebrüllt wie ein Cop in gängigen Ami-Actionfilmen)

Lustiges Wimmelbildspiel der Foto-Peinlichkeiten... und Wassermelone

Zu Geruch und Aussehen: Wüssten wir es nicht besser, würden wir denken, wir hätten Clementinen-Fanta oder irgendeinen vergleichbaren Hipster-Scheiß gekauft.

Der Geschmack ist wohl der wässrigste von allen bisherigen Testobjekten. Wassermelone schmeckt auf jeden Fall anders. Eventuell (ganz vielleicht!) kann man sich IRGENDWO im Abgang einen minimalen Rest armes, verstoßenes Wassermelonenaroma einbilden... mit Glück. Frozen Watermelon schmeckt wie Limonade. Ohne klar erkennbare Sorte. Aber lecker. Also irgendwie.
Das wichtigste überhaupt: Es ist kein Blendigeschmack in jeglicher Form vorhanden! :( bzw. :)

Wer einen klassischen, zuckersüßen Energydrink sucht, wird diese Sorte vermutlich total lw finden und sie direkt wieder deabonnieren. Wenn man nicht wüsste, was man da konsumiert, dann könnte es sich um jedes x-beliebige Erfrischungsgetränk handeln. Wir beide mögen die Sorte gerade deswegen. Wir sind halt doch kleine, verkappte Rebellen.

Wofür die gefrorene Melone übrigens extrem gut ist - röhrende Rülpser produzieren. Wir bilden uns beide ein, dass hier eine nicht geringe Menge mehr an Kohlensäure im Vergleich zu anderen Vertretern seiner Art zu finden ist. Und haben jetzt erstmal Spaß mit unseren diversen unfreiwillig ausgestoßenen Paarungsrufen. Cheers!


Aktuelle Rockstar-Charts:

1. Punched (Tropical Guava)
2. Freeze (Frozen Watermelon)
3. XDurance (Blueberry Pomegranate Acai)
4. Freeze (Frozen Lime)
5. Blendi pur (der Normale)

Sonntag, 6. September 2015

R-R-Rockstar #04: Frozen Lime

Moin von der erkälteten Zockerfront!

Nachdem ich nahezu den ganzen Tag daddelnd oder youtubeguckend vorm PC verbracht habe, stellte sich so langsam das Viereckige-Augen-Gefühl ein - typischer Gammelsonntag eben - und ich konnte eine kleine Erfrischung vertragen. Mein prall gefüllter Kühlschrank machte mir die Auswahl schwer, aber schlussendlich griff ich zu diesem Stück Kryptonit... äh...  oh, warte, es ist Rockstar Freeze in der Sorte Frozen Lime! Kann ja mal passieren bei dieser dezenten Farbgebung, die hier nicht nachbearbeitet wurde und sich herrlich mit dem blauen Headset beißt. (Bevor Fragen kommen - Honig habe ich immer am Schreibtisch wegen meiner Stimme. Ist super beim Aufnehmen oder normalen Skypen/TSen, um heimlich während Cutscenes den Hals zu ölen.)

Lebensbejahendes Neon strahlt aus der tristen Schreibtischdunkelheit

Aber öffnen wir das gute Baby doch einfach...

Der Geruch: Sprite. Ich würde behaupten, dass niemand einen Unterschied bemerkt, wenn eine offene Sprite daneben steht und man an beiden riecht.

Der Geschmack: Wow, extrem zitronig und ausnahmsweise mal säuerlich statt nur zuckersüß! Sehr lecker auf jeden Fall. Tatsächlich wie eine Kreuzung aus der eben erwähnten Sprite und Zitronenlimonade. Zu sauer für irgendeine Fanta, aber der geschmackliche Abgang und das Gefühl in Mund und Hals kommt Sprite wirklich sehr nahe und ist lediglich weniger süß.

Mir gefällt es, aber man muss in der Stimmung für etwas Säuerliches sein. Im Gegensatz zu den üblichen Energydrinks ist das hier schon eine gänzlich andere Geschmacksliga - frei von gefühlten 100 Zuckerwürfeln, die jeweils noch einmal ein Süßstoffbad nahmen und sich anschließend in Steviapulver suhlten.

Auch diese Sorte würde ich jederzeit dem Klassiker vorziehen, zumal ich hier absolut kein Blendi mehr herausschmecken kann (eine einsame Träne läuft verstohlen meine Wange hinab). Dennoch gefielen mir insgesamt betrachtet die zwei zuletzt probierten Sorten bessser.


Aktuelle Rockstar-Charts:

1. Punched (Tropical Guava)
2. XDurance (Blueberry Pomegranate Acai)
3. Freeze (Frozen Lime)
4. Blendi pur (der Normale)

Samstag, 5. September 2015

R-R-Rockstar #03: XDURANCE

Moin Leute!

Auch heute kippe ich mir wieder 0,5l feinste Chemie den Rachen hinunter. Es ist früher Abend, ich gähne seit einer Stunde - Zeit für den nächsten ausführlichen Rockstar-Test!

Der heutige Dosenuntertitel lautet XDURANCE. Hierbei handelt es sich um einen knallblauen Anstrich mit einem merkwürdigen Zellenmuster, der Blaubeere, Granatapfel und Acai als Geschmack verspricht - eine wilde Mischung aus gleich drei obstigen Sachen. Ob das funktioniert? Und bin ich eigentlich die Einzige, die bei XDURANCE an irgendwelche Kondomnamen denken muss? Ich hoffe doch nicht.

Strahlendes, hoffnungsvolles Blau in farbloser Umgebung

Eine kräftige Nase voll in unmittelbarer Nähe der Öffnung und man ist im chemischen Blaubeere-Blendi-Himmel. Genau nach dieser Mischung riecht der Doseninhalt, der übrigens von einem tiefen, satten Magentarot ist, das bei mir unangenehme Assoziationen mit der Telekom hervorruft.

Es schmeckt genauso wie es riecht - im Hintergrund ist unauffällig die leichte Blendi-Note versteckt, während als Hauptgeschmacksträger eine extrem süße, künstliche Blaubeere vorherrscht. Weder Granatapfel noch Acai kann ich herausschmecken - wobei ich glaube ich nicht mal weiß, wie letzteres eigentlich schmecken müsste.

Bei diesem Rockstar fehlt für mich am Schluss gänzlich der Batteriesäure-Gummibärchenkotze-Abgang. Auch der Nachgeschmack wird dominiert von chemischem Blaubeerwasser, was zumindest konsequent ist. Je länger der letzte Schluck her ist, desto süßer wird übrigens der Nachgeschmack im Mund - Spock würde dies sicher höchst faszinierend finden.

Geschmacklich rangiert XDURANCE auf meiner momentanen persönlichen Hitliste auf Platz 2 - hinter der Guave, aber vor dem Klassiker. Es ist quasi ein Blaubeere-Sandwich. Und mit diesen Worten verabschiede ich mich bis morgen!

Freitag, 4. September 2015

R-R-Rockstar #02: Irgendwas mit Guave


Guten Abend, werte Anhänger der Koffein-Taurin-Guarana-Dingenskirchen-Selbsthilfegruppe! Auch heute habe ich wieder eine wunderbare Sorte Rockstar aus den Fängen des Rewe-Regals befreien können, genauer gesagt TROPICAL GUAVA. Und es heißt nun auch nicht mehr Rockstar, sondern Rockstar Punched. Vermutlich, weil irgendein aggressives Arschloch die komplette Fuhre Dosen verprügelt hat, weswegen sie auch so mitleiderregend lila aussehen. Das sind ganzdosige blaue Flecken! :(


Tropische Guave inmitten von unbezahlter Mac-Produktplatzierung

Nachdem die Macs nun fertig geklont wurden und ich gefühlte 100GB an Adobe-Shizzle auf jeden einzelnen neuen Klon hauen durfte, weil das natürlich alles wieder total zerschossen war im Anschluss, ist mein Gehirn angemessen abwesend für eine purpurne Halbliter-Ladung Wachmacher mit Aroma. Auch physisch bin ich nicht wie sonst 140%ig anwesend - die Mittagspause verbrachte ich bei Pizza Hut, und so ein kreisrundes, fettiges Kohlehydrat-Karussell der Köstlichkeiten verdaut sich halt auch nicht von selbst. Genuss ist schon echt anstrengend. Ergo: Let's rock, ich muss wacher werden!

Der Verschluss zischt - immer wieder ein Geräusch gleich eines Engelschores in meinen Ohren. Halt, warte. Es riecht tatsächlich irgendwie nach Fruchtpunsch.

Okay. Erster Schluck.

Es schmeckt auch nach Fruchtpunsch... genauer gesagt, als hätte man in den Fruchtpunsch exakt 5ml Blendi-Zahnpasta geworfen und sich auflösen lassen. Im Abgang dann der typisch säuerliche Energy-Geschmack, wie ein letzter Rest fruchtiger Batteriesäure, der sich an den Gaumen krallt und nicht loslassen will.

Im Laufe des Dosenleerens möchte mir das Bild von einer Flasche Punica (die orangene) mit nicht geringem Kaugummi-Anteil nicht aus dem Kopf. Genauso manifestiert sich der Geschmack nämlich schlussendlich in meiner Wahrnehmung: Wie eine Kreuzung aus Punica und Wrigley's Juicy Fruit.

... find ich besser als Blendi pur!

Donnerstag, 3. September 2015

R-R-Rockstar... der Energydrink, nicht der Nerd-Rapper!

Es begann mit einem harmlosen Tweet von mir über meinen morgendlichen Einkauf im Rewe. Es ist weder sonderlich spannend noch überraschend, dass ich mir vor Schichtbeginn gerne ungesundes Zeugs den Rachen runterlaufen lasse, und manchmal muss es zusätzlich (!) zum edlen Ngoro-Kaffee vom Lieblingsbäcker eben auch noch die flüssige Gummibärchenkotze aus der Dose sein. (Sorry, so und nicht anders riecht und schmeckt der handelsübliche rote Bulle für mich!)


Jetzt ist es bewiesen: Acid ist sich für nichts zu schade.

Hier beginnt die Saga nun also - zur Eröffnung und zwecks Vereinfachung des späteren Vergleiches mit dem Klassiker. Rockstar ohne Schnörkel, in schwarz-grauer Dose, die nahezu herausschreit vor wie viel energiegeladenem, supercoolem Testosteron der Inhalt strotzt. "Double size, double kick" - uh-huh! Oh yeah, baby!


Flüssiges Koffein, Guarana, Ginseng und Taurin inmitten 
meiner natürlichen Arbeitsumgebung - oh, und B-Vitamine!

Tja nun...
Blendi-Zahnpasta. Das ist die erste Assoziation, wenn ich einen Schluck aus der eisgekühlten Koffeinquelle nehme, und die mir jedes Mal für die ersten paar Sekunden einen kleinen Schrecken einjagt - was zum Teufel habe ich da soeben käuflich erworben?!

Dann der zweite Schluck. Jetzt kommt im Abgang langsam die bereits erwähnte Gummibärchenkotze durch. Säuerlicher Nachgeschmack, der lange im Mundraum verweilt - und dominant immer noch die Kinder-Zahnpasta. Ich kann und will nicht von diesem Vergleich wegkommen. Gedanklich stehe ich wieder vor meinem kleinen rosa Kinder-Waschbecken, das man auf perfekter Höhe in die Badewanne einhaken konnte, und putze mir mit meiner lila Glitzerzahnbürste (extra weiche Borsten) und Blendi die Zähne.
... und gurgele danach scheinbar mit RedBull, normaler move.

Jeder Schluck macht Lust auf mehr. Warum auch immer. Vielleicht weil mein Blutzuckerspiegel nach dem kurzen Push giert, um dann nach etwa ein bis zwei Stunden umso härter wieder zu crashen und mich noch müder zurückzulassen. Ja, das gefällt dem kleinen Biest. Besonders, wenn man ein komplettes Mac-Labor voller Rechner klonen muss bis Feierabend.

Ich mag andere Sorten weitaus lieber als den klassischen Rockstar. Aber ich ziehe ihn auf ewig dem typischen Monster-Enerydrink vor - denn der riecht für mich beim Öffnen nach feuchtem Toilettenpapier. Und niemand möchte Hakle feucht trinken!

Bis morgen zu ein wenig "spannenderen" Dosenbildern und Eindrücken o/

Dienstag, 3. Juni 2014

Kunden aus der Hölle oder: der Arsch vom Dienst

Möp.
Ich dachte mir, ich lasse mal wieder alle potentiell Interessierten an meinen geistigen Ergüssen in Schriftform teilhaben.

Wie ihr vielleicht mal mitbekommen habt, habe ich jahrelang nebenjobmäßig im Einzelhandel gearbeitet, und hatte am Samstag meine vorerst letzte Schicht im bis dato letzten, menschenentwürdigenden Minijob.

... Einzelhandel.
... EINZELHANDEL.
Durch das Wort alleine stellen sich bei mir schon die Nackenhaare auf. Brrr! Nee, echt jetzt. Ich meine, klar - der Einzelhandel ist notwendig und praktisch, weil man ja irgendwie an Nahrungsmittel, Kleidung und sonstige Konsumgüter kommen muss.

...ABER!
Wenn man, weil sich kein Bürojob oder sonstwas entspanntes auftut, plötzlich in einem billigen Poloshirt Regale einräumt und/oder hinter der Kasse steht und sich von Kunden anblöken lassen muss, die zu dumm zum lesen sind, dann sieht die Welt plötzlich ein ganz kleines bisschen düsterer und albtraumhafter aus! Ich gehe einfach mal durch alle Grausamkeiten, die mir so einfallen...


Die Arbeitskleidung

Arbeitskleidung im Verkauf besteht grundsätzlich aus einem billigen, dicken Poloshirt in hässlichen Signalfarben. Ganz selten mal aus einem hellen Kittel. Dadurch ist erstens bereits umgehend dafür gesorgt, dass du dir wie der letzte Bob vorkommst. Und zweitens schwitzt du in den Dingern im Sommer derartig, dass du im Prinzip alle paar Stunden das Shirt wechseln musst, willst du nicht alle Leute durch extrem sichtbare, exorbitante Schweiß-Sturzbäche verschrecken. (Bonus wenn man eine Frau ist: Die Boobies werden durch das strategisch besonders ungünstig platzierte Namensschild samt Stifthalter derart betont, dass einem 80% der männlichen Kunden [und ein paar weibliche] erstmal dorthin gaffen.)

Sofern du nicht auch Hosen gestellt bekommst, ruinierst du dir übrigens schön eine eigene Jeans nach der anderen, weil du permanent damit beschäftigt bist, vor Regalen zu knien, auf Leitern zu steigen, auf dem Boden herumzurobben oder dir den Stoff sonstwie kaputtzureiben.

Die Ware 

Da du selbst keine fachliche Ausbildung für das jeweilige Warensegment absolviert hast, hast du als einfache Aushilfe zunächst einmal KEINE VERDAMMTE AHNUNG von der Materie. Das interessiert die Kunden jedoch nicht. Kannst du am ersten Arbeitstag (eventuell gar mit dem freundlichen und entschuldigenden Hinweis auf diesen Fakt!) keine spezifische Frage zu irgendwelchen Inhaltsstoffen, Materialien oder Lieferverfügbarkeiten beantworten, bist du erstmal der Arsch und wirst angepöbelt.

Die Arbeitszeiten

Je nach Laden und Lage sind potentielle Arbeitszeiten im Rahmen von von 07:00 - 23:00 Uhr schon mal Standard. Und arbeitest du beim Bäcker im Verkauf, dann herzlichen Glückwunsch - da kann man schon mal ab 05:00 Uhr mit einer Schicht beginnen, weil eine Stunde lang vorgebacken wird. In meinem letzten Minijob gab's gottseidank nur Öffnungszeiten von 10:00 - 20:00 Uhr.
Du kannst dir sicher sein, dass du nach einer Frühschicht zu müde bist, um noch etwas vom restlichen Tag zu haben, oder gar konzentriert für Schule/Uni zu lernen. Und nach einer Spätschicht fällst du direkt ins Bett und hast überhaupt keine weitere Freizeit mehr an dem Tag. Klingt verlockend, nicht wahr?

Die Kollegen

Verdrücken sich entweder bei entsprechender Berechtigung durchgehend im Lager oder Büro, um Kundenkontakt und Stress zu vermeiden, oder tauchen permanent geisterhaft hinter dir auf, um 20.000 Sachen an deiner Arbeitsweise zu kritisieren. Oder dir zu deinen vier bisherigen Aufgaben noch zusätzliche acht aufzudrücken, die du alle möglichst zeitgleich und möglichst gestern erledigen darfst. WÄHREND du für die Kasse verantwortlich bist. Was mich zum nächsten Punkt bringt...

Das Kassieren

Alle Witze, die du bisher über Omis und Kleingeld gehört hast, sind grundsätzlich WAHR. Sowas von wahr! Aber spätestens, wenn dir die Cent-Stücke ausgehen, weil jeder zweite Kunde etwas für XY € und 99 Cent mit einem glatten Schein bezahlt, bist du auf einmal unglaublich dankbar für diese Omis... es sei denn, hinter ihnen bildet sich eine 20 Meter lange Schlange aus ungeduldigen Kunden, die ihre Gereiztheit an dir auslassen, sobald sie gefühlte drei Jahre später dann mal an der Reihe sind.
Außerdem passieren alle Probleme, die einen Storno, einen Umtausch oder eine Barauszahlung erfordern, grundsätzlich an DEINER Kasse. Immer. Jederzeit. Woraus jedes Mal die eben schon erwähnte wütende Horde ungeduldiger Kunden resultiert. Weswegen du immer nervöser wirst. Weswegen du mehr Fehler machst, die einen Storno erfordern... na, erkennst du ein Muster?

Die Kunden

Zuerst wollte ich mir tatsächlich die Mühe machen, verschiedene Arten von Kunden aufzulisten und Tipps und Tricks zu teilen, wie man mit denen umgehen kann. Aber vergiss es. Im Grunde kannst du gar nichts richtig machen, irgendwie bist du am Ende IMMER Schuld, egal worum es geht. Ab und zu gibt es jedoch positive Ausnahmen - Menschen, die so nett und verständnisvoll und voller Humor sind, dass sie einem die ganze Schicht retten <3
...oder zumindest die nächste halbe Stunde. Du weißt schon, bis der nächste AK (Arschlochkunde) kommt.


Abschließend kann ich nur um eines bitten: Wenn ihr das nächste Mal an einer Kasse steht, denkt bitte kurz darüber nach bevor ihr eure schlechte Laune an jemandem auslasst, der höchstwahrscheinlich gar nichts für die Situation kann. In 90% aller Fälle ist ein Kunde vor euch Schuld, dass der Kassenverkehr stockt, und nicht "die dumme Barcodeschubse". Es sei denn, sie ist neu, und dann sollte man Verständnis haben. Seit ich weiß, wie es auf der anderen Seite vom Tresen aussieht, wenn man total überfordert ist mit einem Haufen mies gelaunter Leute vor Augen, bin ich immer extra nett zu Kassierern :) #WortZumSonntag