Dienstag, 20. Oktober 2015

Acid Blues und die klischeehafte Weiblichkeit des Schreckens

[INTERLUDE] An dieser Stelle möchte ich sicherheitshalber erwähnen, dass in diesem und dem nächsten Post viele typische Genderklischees bedient werden. Das ist nicht bösartig gemeint, sondern... ach kommt schon. Stock aus'm Popo und keine srs bsnss Genderdebatte draus machen. Alles harmlos und nur Spaß, danke! :)[INTERLUDE ENDE]

Wären mein Benutzerbild und meine liebliche Stimme nicht, würden mich anhand meiner schriftlichen Ergüsse sicher viele mit dem anderen Geschlecht verwechseln... habe ich mir sagen lassen >:(

Weil ich ständig von "meiner Freundin" quatsche, von Bier, Vodka, Chips, Steak, Actiongedöns und allen anderen Dingen, die klischeebehafteterweise immer Männern angehängt werden. Weil ich #battlebro in meiner Twitter-Bio stehen hab, und weil ich 'ne sehr direkte Art habe. Weil ich zur Entspannung CoD zocke, über Splatterfilme lache und mir von den meisten Duftkerzen übel wird. Weil meine ehrliche Lache voll die dreckige Bauarbeiterlache ist und ich viele Rülpswettbewerbe gewinne (Bass, Bass, wir brauchen Bass...!). Weil mein Kleiderschrank hauptsächlich die Farbe Dunkelbunt beinhaltet, nur sehr wenige Röcke oder Kleider und ich - glaube ich - rein gar nichts flieder-rosé-pastellfarbenes besitze. Weil ich Bundeswehrstiefel und Bikerlederjacken voll knorke finde und mir beim Sitzen nicht elegant die Beine übereinander schlage. Weil mein großes Idol dieser Machotyp mit den drei Schwertern aus OnePiece und mein Ego riesig ist. Weil ich aus allem einen Wettbewerb machen kann, ein schlechter Gewinner und ein schlechter Verlierer bin, und weil ich mich mit einer Erkältung dem Tod nahe fühle.

Wenn ich versuche, jemandem vorsichtig und sensibel die Meinung zu sagen, dann ist das in etwa so, als würde ich am Steuer eines fetten Panzers sitzen und durch das emotionale Blumenbeet der jeweiligen Person brettern wie Godzilla auf Amphetaminen durch eine x-beliebige Großstadt. Und ich hasse nichts mehr, als wenn man Leuten alles aus der Nase ziehen muss oder raten soll, was sie eigentlich meinen! Ich sage gerne was Sache ist, und erwarte das einfacherweise auch von meiner Umgebung. Ich nehme euch grundsätzlich wörtlich, und wenn ihr das gar nicht so meintet, dann habt ihr halt ein Problem. Und meine Ausdrucksweise ist wohl selten ladylike. Tja nun!




Aufgrund meiner geringen Größe (1,66m) und vermutlich, weil ich ab und zu doch kurzfristig furchtbar kawaii sein kann, wecke ich allerdings regelmäßig eine Art Beschützerinstinkt bei diversen männlichen Individuen. Minimale Balance ist also dennoch gegeben... irgendwie.

Meine Freundin, die eigentlich eben nicht meine Freundin ist, sondern dafür meine BF4life und all der ganze Herzchenscheiß, liegt mir jedenfalls öfter damit in den Ohren, ich möge doch bitte mal femininer werden. Zumindest ein ganz kleines Minibisschen! Weil mir sonst sicherlich bald ein Bart wächst, ich plötzlich 1,90m groß werde und voll die breiten Ringerschultern kriege. Sie sagt, ich kann aus jedem noch so "tussigen" Thema irgendwie wieder was total kerlig anmutendes machen. Wenn ich z.B. über Nagellack rede, dann über Speziallack mit Nylonfasern, der wie ein Schild alles am Nagel abprallen lässt - quasi das Batman-Gadget aller Nagellacke. (Ich finde das nach wie vor total supi! Cate Archer wäre neidisch!)
... dass ich Hello-Kitty-Zeug besitze, ignoriert sie dabei galant. Das ist ja eine zu vernachlässigende Ausnahme.


Ich bin wie Edward an seinem Klavier, nur weniger dramatisch.


Also waren meine Freunde mal so gemein, mir folgende, extrem klischeehafte Aufgaben zu stellen, um die magische Transformation zu starten:
  • einen Tag lang nicht panzerlike kommunizieren/benehmen
  • exzessiv Shoppen gehen (brauche eh eine neue Tasche /o\)
  • nur girly Popmusik hören
  • Nägel pink lackieren
  • abends Bier und Vodka gegen Prosecco oder Aperol Spritz oder weiß der Geier was eintauschen und dabei nichts mit 10k Explosionen gucken/zocken
  • Drölfzig Selfies machen mit typischer Pose und eines auf Instagram hochladen
  • mit tonnenweise Emojis und Hashtags twittern

Meine Freunde hassen mich alle.

Am Schlimmsten bzw. Schwierigsten werden für mich wohl Punkt 1 und 7 auf der ToDo...
Das alles sollte aber an einem Tag (MORGEN) problemlos machbar sein (leises Wimmern), und vermutlich werde ich danach vor lauter Anstrengung implodieren, aber ich werde es durchziehen und von einem hochseriösen Wissenschaftler meiner Freundin anschließend meine Östrogenwerte messen meine girly skillz bewerten lassen. Die hängt morgen eh 24/7 mit und bei mir ab. Und hat angedroht, mir ihre rosafarbene und glitzernde Handyhülle für diese Zeitspanne aufzuzwingen.

Ich werde die Tage natürlich hier dokumentieren, wie es so gelaufen ist und wie sehr ich gelitten habe. Und wenn ihr morgen auf Twitter eine Emoji-Flut von mir seht, dann wisst ihr was Sache ist.

Gnadenschuss, anyone...?

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